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aus unserem shop:
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ein paar persoenliche Antworten auf haeufige Fragen
- Haltbarkeit: Olivenöl ist sachgerecht gelagert, d.h. kühl, licht- und sauerstoffgeschützt mehrere Jahre haltbar. Je älter es ist, desto milder wird es übrigens, die öleigene Säure baut sich kontinuierlich ab. Gegen Ende der "Haltbarkeit" wird es nicht sofort gesundheitsschädlich, sondern erst ranzig, ganz einfach und für jedermann/frau geschmacklich sofort festzustellen. Die auf der Verpackung aufgedruckte Haltbarkeit folgt völlig anderen Kriterien. Die häufigste Verpackung neben der Flasche ist die Kanne, der Blechkanister. Blech rostet! Im Keller, vielleicht etwas feucht, besonders. Auch die Säure des Öls greift von innen her das Blech an. Deshalb wird schon in der Blechfabrik ein Haltbarkeitsdatum aufgedruckt und zwar in unserem Fall von 18 Monaten. Jetzt liegt der Kanister esrt mal in der Ölmühle bis dann abgefüllt wird, also mit max 18 Monaten oder entsprechend weniger Haltbarkeit. Ein anderer Abfüller füllt kurz vor der Ernte sein altes Öl in frische Kanister und erreicht so eine Haltbarkeit von 18 Monaten für das vorjährige (alte) Öl.... Ich kaufe immer erntefrisches Öl in der Saison zwischen November und Februar, dementsprechend kann die Haltbarkeit meiner Öle nie wesentlich über eine Saison hinausgehen. Ausserdem berücksichtigt diese "Mindesthaltbarkeit" immer die ungünstigsten (Lager-) Faktoren. Ich hoffe jetzt kann sich jeder hierzu sein Urteil bilden.
- Kaltgepresst: dieses Thema nervt mich besonders. Die alten hydraulischen Pressen sterben aus, bzw. werden von der Gewerbeaufsicht (das gibt´s auch in Griechenland und zwar EU-Standart) aus meist hygienischen Gründen stillgelegt. Heute wird auf/mit Zentrifugen "gepresst". Durch diese, mehrmaligen Schleudervorgänge wird das Öl vom Wasser und vom Trester getrennt. Durch diese mechanischen Vorgänge entsteht keinerlei Wärme. Mögliche Wärmequellen sind einmal das Wasser mit dem die Oliven gewaschen werden, manchmal wird auch die Maische mit warmem Wasser etwas verflüssigt, anschliessend wird die Maische in einer Trommel gerührt um die "Zentrifugal-Pressung vorzubereiten. In den Wänden dieser Trommel fliesst warmes Wasser um die Maische auf Temperatur zu halten und das Öl sozusagen aufzuschliessen. Natürlich ist es möglich hier, wie immer und überall, insofern Unfug zu treiben, als dass sehr heisses Wasser zugeführt wird und dann in der Maische Temperaturen über handwarm hinaus entstehen. Alle Olivenmühlen in unserer griechischen Nachbarschaft mit denen wir zu tun haben, achten streng darauf hier keine Erhitzung, an keiner Stelle, des Pressvorgangs entstehen zu lassen. Je wärmer/heisser gepresst wird desto geschmackloser wird das Öl. (Allerdings wird die Ölausbeute auch deutlich höhen, hier ist also durchaus Missbrauch möglich!) Die Olivenbauern, sie sind meist bei der Pressung dabei, achten gut auf diese Umstände. Warum: Sie leben vom Öl, nicht nur vom Verkaufserlös, sondern ganz unmittelbar, sie und ihre (Gross-) Familie essen das ganze Jahr überihr eigenes, natürlich ganz besonders gutes Öl! In Griechenland ist Olivenöl nicht nur Salatsosse sondern zentrales und wichtiges Lebensmittel das anstelle anderer Öle und Fette meist ausschliesslich verwendet wird.
- 1. Pressung: auch so ein nerviges Thema. Auf den Dörfern, in den kleinen Ölmühlen (grosse kenne ich nicht), wird immer nur einmal gepresst. Der dann entstandene Trester kommt dann per LKW in die "Raffinerie" und, dort entsteht dann... was weiss ich was, aber kein natives Olivenöl! Vielleicht wird das sonst wo auf der Welt anders gehandhabt, aber hier in Ilia, Messinien und Kalamata ist das so.
- Tropföl, oder Jungfernöl: das soll ja das allerbeste sein, wird ja auch mit astronomischen Preisen gehandelt. Aber wie kann Tropföl praktisch entstehen? Tropföl soll das Öl sein das nachdem die Oliven gemahlen sind "freiwillig" abtropft. Ein paar einfache, praktische Gesichtspunkte dazu: entweder die Oliven werden wie üblich gewaschen, dann tropft natürlich nicht nur das Öl ab!! Oder die Oliven werden nicht gewaschen dann tropft eine ganz besonders appetitlich Suppe ab, aber das verleiht vielleicht die gesuchte Würze! Ich persönlich verzichte auf diesen Genuss.
- Säuregehalt: natives Olivenöl extra, oder extra virgine Olivenöl darf lt. Gesetz nicht mehr als 0,8% Säure haben, und zwar nicht nur bei der pressung, sondern während des gesamten Haltbarkeits-Zeitraums. Im Laufe der Zeit, Lagerzeit, wird der Säuregehalt des Öls infolge natürlicher, unbeeinflussbarer Prozesse immer höher. Gegenläufig dazu wird das geschmacklich immer milder! Die Säure erhöht sich wohl etwa um 0,01% pro Monat. Wenn also das Öl bei der pressung, nur dann wird üblicherweise gemessen, 0,3% Säure hat, so hat es 20 Monate später schon 0,5%. Unser Öl läuft meist mit 0,3% oder weniger Säure aus der Press und direkt in die Flasche/Kanister.
- Blechkanister: ist zumindest heute in Griechenland die übliche Form Olivenöl unter die Leute zu bringen. Mir ist das Blech, schon wegen der unter Punkt haltbarkeit beschriebenen Gründen unsympathisch. Glas ist bei 5Litern auch keine Alternative, zu teuer und versandunfreundlich. Die Lösung ist für mich BiB, also BaginBox, Karon mit innenligendem Schlauch und Auslaufhahn, bekannt aus dem Wein- und Fruchtsafthandel. bei Olivenöl allerdings nicht ganz so einfach, wegen der öleigenen Säure. Es gibt meines Wissens, nur einen Hersteller, der speziell für Olivenöl ein entsprechendes Produkt entwickelt und zugelassen hat. Ich hoffe wir können bald umstellen.
- Der Preis: in normalen Jahren bekommen die Bauern in der Provinz Ilia und drumrum um die 3Euro pro kg Öl. Jetzt muss die Ölmühle bezahlt werden, der Kanister/ das Abfüllen, Verpacken, Export- und Transportkosten, das Einlagern- und Zurverfügunghalten mus bezahlt sein. Gross- und Einzelhändler, oder Versender, alle wollen was verdienen, zumindest ihre Kosten decken, nicht zueltzt muss ein ganzes Jahr vorfinanziert werden. So kommt unser Preis von, je nach Abnahmemenge und Jahr, 25Euro (Lalunda) und 30/35Euro (Ulm/) 5Liter-Kanister zustande. Ich denke nachvollziehbar und preiswert! Manchmal, z.B. 2006 ist das Öl infolge grosser Ernteausfälle in Italien und Spanien knapp, die Bauern bekommen über 4Euro, das sei ihnen ausdrücklich gegönnt, aber das Öl wird natürlich teurer! Im nächsten Jahr war die Situation wieder beruhigt, wir haben wieder den alten Preis.
- Statement: Ich versuche nur Produkte zu handeln von deren Herkunft und Qualität ich ganz persönlich überzeugt bin. Meine Kenntnis über Herkunft, Verarbeitung und Eigenschaften der Produkte versuche ich Ihnen, werte Interessenten und Kunden, möglichst umfassend und transparent zu vermitteln. Manchmal soll auch etwas über die Menschen und Ihr Umfeld durchschimmern... Aber, ich bin kein Fachmann in allen Lebenslagen. Kein Gutachter, kein Sachverständiger, nicht mal Rechtsanwalt! Ich erkläre und beschreibe nach bestem Wissen und Gewissen. Ich versuche ein ehrliches Produkt transparent vorzustellen, um Ihnen so eine reelle Chance zu geben sich für- oder gegen dieses Erzeugnis zu entscheiden. Es gibt immer und überall Leute die´s noch besser wissen. Die Fragen haben auf die zumindest ich noch gar nicht gekommen bin. Leute die Anderen immer nur Böses unterstellen. Gutgemeinte Fragen gerne! Hinweise auf Fehler oder Unvollständiges gerne! Hinweise unsere Angebote besser und transparenter darzustellen gerne! Aber wenn Sie den Eindruck haben ich will Ihnen etwas aufdrängen, oder für Minderwertiges überhöhte Preise verlangen,...... dann kaufen Sie doch einfach woanders.
Ulm, leicht genervt im Februar 2006, etwas ergänzt im Mai 2008, Peter Schaupp |
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