links, -interessant

... über uns, über Lalunda, über Ouphria

seit einigen Jahren gibt es die eine oder andere schriftliche oder filmische Reaktion auf unsere Angebote. Soweit sie mir bekannt werden versuche ich sie hier zu verlinken. Vielleicht ist für den Einen oder Anderen Interessantes dabei:

Artikel in der Erziehungskunst. Das war übrigens die erste Klasse die uns besucht hat, damals 2002...

... und Filmchen

... die wohl schönste Empfehlung für Lalunda:
http://www.youtube.com/watch?v=kie8vSLlqm4

links, - zu eigenen Texten, oder was so alles passiert auf so einer Reise...

sonst noch interessant:

Griechenland Zeitung deutschsprachig:  http://www.griechenland.net/news.php

Pelopones Treff Reise Community:  http://www.peloponnes-treff.de/  Deutschsprachiges Forum für Freunde des Pelopones. Hier finden sich teilweise recht interessante Artikel und Reiseberichte. Zu beachten ist natürlich dass das immer sehr persönliche und teilweise auch nicht mehr aktuelle Berichte und Eindrücke sind.

Statements, - vielleicht auch interessant für den Einen oder Anderen ...

Fortsetzung 2012 …

Wenn ich den umseitigen Text aus Mai 2010 so lese stimmt das eigentlich alles noch. Die nächsten europäischen Volkswirtschaften sind inzwischen pleite und hängen am Tropf. Die Griechen leiden, die griechische (aber nicht nur) Volkswirtschaft wird vollends kaputtgespart, die Deutschen, vertreten durch die Merkel-Regierung, werden zum Feindbild für perspektivlose und frustrierte Almosenempfänger, vor allem einer demotivierten Jugend, man spricht von einer „verlorenen Generation“. (Eigentlich unvorstellbar dramatisch und grausam in der Konsequenz). Richtig bleibt auch: wer über seine Verhältnisse lebt, den zerreibt es früher oder später, starke Volkswirtschaften können dies länger vertuschen, schwächere eben weniger lang… Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit und Unproduktivität rächt sich in der Marktwirtschaft irgendwann gnadenlos…

Wie ist die Situation heute? In den Grossstädten wohl dramatisch und auch explosiv, aber das kenne ich nicht aus eigener Wahrnehmung. Auf dem Land sehr bedrückt, wie eine Lähmung liegt über Allem. Die Menschen sehen überwiegend ein dass es so nicht weitergehen kann, dass Reformen dringend nötig sind. Das ist die eine Seite, natürlich wie überall sieht man den Spar- und Reformansatz immer bei den Anderen!  Die andere Seite aber ist nur mit Einsparungen insbesondere bei den kleinen Leuten, bei denen die sich nicht wehren können, die nicht ausweichen können, geht’s halt auch nicht. Wenn keiner mehr Geld hat kann es auch nicht mehr ausgegeben werden, dann verdient keiner mehr was usw, das ist dann eine wirtschaftliche Todessprirale. Vielleicht noch schlimmer als die wirtschaftliche Seite ist die psychologische Seite: ein ganzes Volk hat kein Geld mehr, wird in den zumindest so erlebten Ruin gestürzt. Für ein stolzes Volk mit heroischer Vergangenheit besonders hart  Aus diesem Dilemma folgt eine gewisse Rückbesinnung auf ursprüngliche Werte wie Selbstversorgung, Nutzung eigener Resourcen wie  Quellwasser (anstatt Lidl-Wasser aus Italien), Selbstanbau von Gemüse (anstatt Supermarkttomaten aus Spanien), Wohnen im eigenen vielleicht ärmlichen Haus auf dem Land (anstatt in der bankfinanzierten Eigentumswohnung) in der Grossstadt usw. Und, viele, vor allem Jüngere, wandern aus, suchen Ihre Zukunft in Amerika, Deutschland, jedenfalls nicht mehr Zuhause.

Was sehen und bemerken wir wenn wir als Gäste/Touristen kommen? Auf den ersten Blick gar nichts verändertes. Die Griechen sind und waren immer ein sehr gastfreundliches Volk. Noch immer freuen sich die Menschen, zumindest auf dem Land,  über Fremde, sind ehrlich interessiert daran wo diese herkommen und was diese hier wollen. Noch immer sind die Menschen sehr aufgeschlossen und hilfsbereit. Von Randale oder Gefahr für Ausländer keine Spur. Auch von Hass auf Deutsche wird man im ländlichen Griechenland nichts bemerken, wir sind dort sehr willkommen, wir als Menschen und natürlich auch unser Geld, davon lebt der Tourismus, und-  wir sind eben ein Teil davon.

Wenn wir genauer hinschauen werden wir diese Bedrücktheit, diese Perspektivlosigkeit, und auch diese Demotivation der Menschen bemerken. Ganz äusserlich stellen wir in den Kreisstädten fest dass, mindestens ein Drittel aller Geschäfte  leersteht, dass mindestens die Hälfte aller Tankstellen leersteht, dass der Verkehr auf den Strassen um die Hälfte nachgelassen hat, dass die Restaurants nur noch wenig Gäste haben, dass Handwerker plötzlich sofort Zeit haben, dass im Betonwerk von 12 Mischern nur noch 2 Arbeit haben (bedenken wir die ganzen persönlichen Schicksale die damit verknüpft sind)… Wir stellen fest dass kein Geld mehr unterwegs ist, die Leute haben nur noch / gerade noch Geld zum Überleben, der Binnenmarkt trocknet vollständig aus. Firmen, vor allem im Dienstleistungssektor haben keine Arbeit mehr, verdienen nichts mehr, entlassen ihre Leute, gehen selbst wieder zurück „zur Oma aufs Land“ und machen auf Selbstversoger… eine wirtschaftliche Todesspirale.

Fakt ist: in mehreren Schritten wurden die Löhne um 20 bis 40% gekürzt, ganz abgesehen von den Vielen die entlassen wurden und vorerst mal keine Chance mehr auf neue Arbeit haben. Fakt ist auch dass in den letzten 2 Jahren die allgemeinen Lebenshaltungskosten, vor allem Energie und Lebensmittel, in Griechenland schätzungsweise um 50% gestiegen sind. Steuern und Abgaben, immer wieder neu erfunden, radikal eingetrieben werden und so vollends zum Verdruss der Menschen führen. Das alles mag im Kern die richtige oder notwendige Entwicklung sein, so wie´s im Moment aber läuft kann und wird es nicht gutgehen können?

Was heisst das jetzt für uns und unser Engagement? Vordergründig hat sich nichts geändert und ändert sich absehbar auch nichts, weder an unserem Engagement in Griechenland noch an der Sicherheit von uns und unseren Gästen, auch der Wohlfühlfaktor wird der Alte sein und bleiben. Ich zumindest habe grosses Vertrauen in die Zukunft, ich bin sicher dass wir (unsere Krise kommt noch), und die Griechen, diese Krise bewältigen werden. Und immer wird das dann Neue anders sein, -ich glaube besser.

Fahren Sie hin, gerade jetzt! Kaufen Sie griechische Produkte, gerade jetzt!

Sprechen und schreiben Sie gegen Polemik und Häme an!

Zeigen Sie Solidarität! Und haben wir Vertrauen und Zuversicht

Ein persönliches Statement aus aktuellem Anlass. Ulm, im Juni 2012, Peter Schaupp

 

aktuelle Krisen – Situation, griechisch-deutsches Verhältnis

Bankenkrise – Wirtschaftskrise – Schuldenkrise – Griechenlandinsolvenz (abgewendet)

Wir leben in einer diesbezüglich bewegten Zeit. Zahlreiche Luftblasen unserer ach so fortschrittlichen und allem überlegenen Wirtschaftsordnung sind lautstark geplatzt. Auch der Letzte muss jetzt bemerken: irgendetwas stimmt nicht, so geht´s womöglich nicht weiter. Meine Absicht ist es nicht eine Erklärung oder Bewertung dieser Entwicklung vorzunehmen, schon gar nicht will ich aufzeigen was zu tun, was besser zu machen ist, das bleibe „Wichtigeren“ überlassen.

Griechenlandkrise: wo, und wie beeinflusst die aktuelle Situation unser Engagement in Griechenland, bzw. unsere Reisen nach Griechenland?

Auf den ersten Blick gar nicht! Wir bewegen uns im ländlichen Griechenland, weit ab von den Metropolen, in einer bäuerlich geprägten Gesellschaft. Diese Menschen haben weder eine Krise verursacht, noch werden sie unter den Folgen übermässig zu leiden haben. Wir bewegen uns an, und zu den historischen Stätten, zu fast 3000 Jahre alten Mysterienstätten. Hier, ganz besonders, spürt man eine grosse Gelassenheit, diese Stätten haben schon ganz andere Krisen er- und überlebt, mindestens hier kann der Blick frei werden auf das Wesentliche, vielleicht auf einen aktiven Anteil (des Einzelnen, nicht immer nur der Anderen) am Wandel der Zeit. Fazit: Auf unseren Reisen ist von einer Krise nichts, aber auch gar nichts zu bemerken! Es gibt keine Unruhen in Griechenland! Es gibt Demonstrationen und Streiks die von wenigen „Chaoten“ für ihre Randale mißbraucht werden. Kennen wir aus Deutschland auch, und das ganz ohne Krise, zu jedem 1. Mai etc… Denken Sie nur wie kürzlich so ein paar Lokführer und/oder Piloten ein ganzes Lang gegängelt haben… Übrigens: würden Sie von einer Reise nach Sylt absehen weil vor einigen Tagen in Hamburg oder Berlin, aus welchem Grund auch immer, Randale war?

Der zweite Blick dann, kann etwas differenzierter sein: Seit vielen Jahren wird in modernen Volkswirtschaften ein Mechanismus gepflegt der heisst: Schuldenmachen, elegant als Defizit bezeichnet. Im Laufe der Jahre führt das zwingend zu einer Verschuldung die, bei vielen Volkswirtschaften, schon weit mehr als ein ganzes Jahres-Bruttosozialprodukt beträgt Allen voran Amerika und Japan, gefolgt von einigen europäischen Ländern. Kein Mensch geht ernsthaft davon aus, dass diese Schulden jemals zurückgezahlt werden, wie auch! Schuldenmachen setzt immer voraus jemanden zu finden der einem Geld leiht, und das war das aktuelle Problem der Griechen, die haben keinen mehr gefunden, schon gar nicht zu akzeptablen Zinssätzen (Spirale!). Das was wir in den letzten Tagen und Wochen diesbezüglich erlebt haben, mag einen Vorgeschmack darauf geben, wenn es mal eine grosse (und wichtige) Volkswirtschaft erwischt.

Die Griechen jedenfalls die sicherlich das, was Alle machen, einfach ein Stück sorgloser und hemmungsloser gemacht haben, stehen jetzt am Pranger.

An den Pranger gestellt von einer Journalie die unterste Schubladen bedient und mit unseriöser, tendenziöser, schlicht falscher, Berichterstattung Existenzängste weckt und schürt, derjenigen Menschen, die infolge Bild-ungsmangels und Focus-verbiegung dafür empfänglich sind. Das sind offenbar erschreckend Viele, wie einerseits Auflagenstärken und andererseits eine breite öffentliche Polemik zeigen, mit der man sich dann herumschlagen muss.

Was richtig ist und bleibt, die Griechen haben zu viel Geld ausgegeben und nehmen viel zu wenig Geld ein. Günstlingswirtschaft und Steuerunehrlichkeit sind weitere  (griechische) Grundübel die wesentlich zur heutigen Situation beigetragen haben, aber: wie eingangs erwähnt, das alles trifft auf fast alle Volkswirtschaften zu, auch, und insbesondere auf unsere Deutsche, eben nicht so offensichtlich, oder besser gesagt: die Folgen dieser Zustände  können noch!!!  besser versteckt werden! Heute müssen die Griechen sparen. Es werden überall staatliche Leistungen gekürzt, Staatsdiener werden reduziert, Löhne und Vergünstigungen (der Staatsdiener) werden gekürzt, Steuern und Abgaben werden auf breiter Front erhöht, bereits mehrmals in den letzten Monaten. Dieser Prozess ist so schmerzlich wie notwendig. Manche wehren sich und versuchen in Demonstrationen und Streiks ihre Interessen zu vertreten (Verteilungskampf / Besitzstandswahrer). Diese Demonstrationen und Streiks sind nicht anders als zu allen möglichen Verteilungskämpfen bei uns und sonst wo auch, sind an sich nicht aggresiver und auch nicht gewalttätiger als sonst wo. Werden dort wie anders wo manchmal, leider, von Gruppen und Interessen missbraucht für deren eigene Ziele (Randale und Zerstörung).

Die Griechen leiden! Insbesondere trifft es mal wieder  Alle, vor allem aber den kleinen Mann der die Suppe jetzt auslöffeln muss. Eine Suppe die eingebrockt wurde von einer korrupten Elite aus Geldadel und Politik, natürlich intensiv untereinander verflochten.

Alle Häme verbietet sich hier, das ist bei uns, ach so korrekten Deutschen, kein bischen anders und fällt uns, zusammen mit ähnlichen Problemen anderer Europäer, ganz sicher demnächst auf die Füsse.

Heute sollte unser Mitgefühl, unsere Anteilnahme und unsere Unterstützung dem griechischen Volk gehören! Helfen und unterstützen wir unsere europäischen  Nachbarn und Freunde, zeigen wir Ihnen dass wir bei Ihnen sind!

 Fahren Sie hin, gerade jetzt! 

Kaufen Sie griechische Produkte, gerade jetzt!

Sprechen und schreiben Sie gegen Polemik und Häme an!

Zeigen Sie Solidarität!

Ein persönliches Statement aus aktuellem Anlass / Ärger

Ulm, im Mai 2010, Peter Schaupp