Athene-Tempel Skillundia

Ein einsamer Tempel, auf einem kleinen Plateau, inmitten der hügeligen Gebirgsausläufer mit Blick auf´s Meer. Es steht nicht mehr viel, die Fundamente sind noch sichtbar, sozusagen der Grundriss ist deutlich, reichlich Steine und Säulenteile liegen herum. Ein Platz, total einsam -ich habe dort noch nie jemanden getroffen-, mit einer beeindruckenden Ausstrahlung. Wer Ruhe und Einsamkeit sucht.... Vielleicht kann man hier auch der Frage nachmeditieren warum überhaupt, und gerade an solchen Standorten, die Menschen vor fast 3000 Jahren Tempel gebaut haben.

  

Der Athene-Tempel ist vielleicht Luftlinie 5km entfernt von Lalunda. Mit dem PKW gut und direkt erreichbar, etwa 15min Anfahrt. Mit einem kleinen Reisebus wohl auch machbar mit einem 12m Bus wird man die letzten paar Meter den Berg hinauf wohl laufen müssen.

  

Lepreon

Eine alte "Wehrsiedlung", im südlichen Einflussbereich des alten Elis. Deshalb auch ständig umkämpft zwischen den Herrschaftsansprüchen der damaligen Machthaben zwischen Elis, Sparta, Messini, Arkadia etc. Liegt auf einer Berg-Nase mit Blick auf´s Meer zwischen Zacharo und Giannitsohori. Hier ist noch vergleichsweise viel zu sehen: Mauerreste, Haus-Fundamente, Brunnen, Gemeinschaftsanlagen und... ein Demeter-Tempel! Natürlich auch der Tempel nur noch sozusagen als Bodenplatte mit Säulenfundamenten. Aber trotzdem ein Platz der einen guten Blick freigibt in die Siedlungsstruktur vor 2500 Jahren.

 

Lepreo ist ca. 25km entfernt von Ouphria/Lalunda, mit Pkw sehr gut in vielleicht 25min zu erreichen. Der Reisebus hat ein Problem und bleibt unten im Ort Lepreo stehen. Die letzten ca. 2km sind dann zuFuss den Berg hinauf zu wandern.

  

Akropolis von Platania

Man fährt von Krestena Richtung Andritsena durch herrliche (Vor-)Gebirgslandschaft entlang eines Tales das sich sozusagen fast parallel zur Küste gen Süden erstreckt. Wir passieren die Dörfer Grillos und Grecas bis wir nach Platana kommen. Alle diese Dörfer, und vor allem die Wälder und Flächen um die Dörfer, sind sehr stark von den grossen Bränden des Jahres 2007 gezeichnet, teilweise hat es bis in die Dörfer hineingebrannt... Aber jetzt soll es um ein antikes Dorf gehen, dort kann nichts mehr brennen. Wir fahren auf abenteuerlichen Gässchen schlecht ausgeschildert durch Platana durch immer Richtung Berg.  Hinter dem Dorf wird die Strasse dann vorübergehend besser weil neu gemacht, alledrings hat der Regen einen grossen Teil der Strasse bereits wieder den Hang hinab befördert. Das letzte Stück ist dann ein schmaler Trampelpfad. Ganz oben, alsob einfach der Kamm des Berges abgehobelt worden wäre befindet sich die alte Wehrsiedlung. Umgeben von einer gewaltigen, überwiegend erhaltenen, Mauer. Im Inneren viele viele Steine, teilweise ausgegrabene und beschilderte Grundrisse von Häusern und Anlagen. Sogar ein Theater gab´s da oben, noch schön sichtbar. Ich habe bislang noch keine aussagekräftige Literatur gefunden sodass die inhaltlichen Angaben etwas dürftig ausfallen. Ganz grossartig ist die Lage dieses Dorfes, hoch oben in den Bergen, mit einem gigantischen Rundblick in den Pelopones. Hier oben sollte man sich unbedingt Zeit nehmen...!

Hinzukommen ist nicht ganz so einfach. Mit dem Auto kommt man ziemlich weit, sowohl über Platana wie vorstehend geschildert, aber auch von Zacharo aus. Das letzte Stück sind ca. 15min. recht anstrengender Aufstieg durch Buschwerk vollends nach oben. Für den Bus ist in Platana und zwar am Ortsanfang Schluss. Inwieweit man vielleicht von der anderen Seite (Zacharo) besser hinkommt muss noch getestet werden. Fahrtzeit mit dem Auto ca. 25min. Der Bus dürfte vielleich 30-40min brauchen, dann allerdings schätze ich die Wanderung sicherlich auf mehr als eine Stunde bis nach oben.

Fährt man (alternativ) zurück über Zacharo kommt man durch die am stärksten von den Bränden betroffenen Dörfer Makista und Koumouthreki und Arini. In Makista ist der Brand entstanden, dort bzw. auf dem Fluchtweg von dort gab es auch die vielen Toten...

Neda - Wasserfälle

Nach einer kleinen Wanderung hinunter ins Nedatal erreicht man über einen in den Berg gegrabenen kleinen Pfad die Wasserfälle. Ein herrliches Naturschauspiel wie die Wassermassen über den Fels in einen kleinen See stürzen. Eine gigantische Natur - Dusche, herrlich erfrischend. Felsen rund um den / die kleinen Seen laden ein auszuruhen, einfach die Natur zu geniessen. Wer dann weiter  in den Bachlauf der Neda hinuntersteigt, kann gegen die Strömung in einen Art Tunnel steigen, ein kleines Abenteuer mit tausenden Fledermäusen... Den Rückweg kann man alternativ, zumindest ein Stück weit, im Bachbett zurücklegen.

  

Mit dem PKW kommt man von Süden bis nach Platania und dann auf einer Schotterpiste weiter bis ins Neda-Tal. Fahrtzeit eine gute Stunde. Wanderung ab Parkplatz ca 15min. Der Reisebus hat´s schwieriger. Die Anreise von Süden bis Platania ist möglich, dann ist dort aber Schluss. Abstieg ins Tal auf der Schotterpiste bis zu den Wasserfällen ca. eine Stunde. Meistens kommen wir aber von Norden, kombiniert mit einer Besichtigung des Apollo-Tempels von Bassae, über Alt-Figalia (Athene-Tempel). Der Abstieg von Figalia aus, ist dann auch etwa eine Stunde. Zu beachten ist: wo man hinunter gestiegen ist, muss man auch wieder rauf! Eine Stunde bergauf wandern, -kein Problem, aber-  in praller Sommerhitze ist das richtig anstrengend und, ohne Wasser und Kopfbedeckung nicht zu empfehlen!

Marienkapelle, Feuerwache

Etwa ein Kilometer entfernt vom Dorf Smerna erreichen wir die Marienkapelle. Ein in den Fels gahauener Andachtsort verehrt Maria und ist als Gebets- Hoffnungs- und Dankesschrein für Fruchtbarkeit, Kinder -geborene und ungeborene- weit über die Region hinaus bekannt. Die Kapelle an sich ist sehenswert und für einen Moment der "Einkehr und Andacht" zu empfehlen, ganz grossartig ist aber die Aussicht über den halben Peloponnes!

  

Diese Aussicht wird dann noch getoppt durch den Rundumblick, sozussagen über den ganzen Peloponnes der sich oben auf der Feuerwache eröffnet. Der Aufstieg über einen Trampelpfad durch Buschwerk und Geröll ist, von der Marienkapelle aus, lediglich noch 15 Minuten. Ein absolutes Muss und, wer z.B. die Abendstimmung mit Sonnenuntergang erwischt, sicher ein unvergessliches Highlight.

  

Wanderung zur Akropolis

Keine Sorge, wir empfehlen hier nicht nach Athen zu laufen. Bei uns vor der Nase: bei Kato Samikon befindet sich auch eine Akropolis. Akropolis heisst ja nichts anderes als, frei übersetzt Siedlung, ländliche Siedlung. Diese von Samikon ist "steinalt", datiert auf die mykenische Zeit. Inhaltlich schreibe ich hierzu noch ein bischen was unter Ausflüge Kunst/Kultur. Hier soll es um die Wanderung gehen.

Wir starten direkt vom Haus weg und wandern entlang der Hügelkette Richtung Meer. Wir durchwandern die unmittelbare Kulturlandschaft rund um Ouphria/Lalunda: Wald, Buschwerk, Olivenhaine, Orangenplantagen, Mandelplantagen etc. Dauer der Wanderung: ca 4Std. Von der Akropolis steigen wir dann auf der anderen Seite hinab zu den Schwefelquellen von Kaiafa, (ca. 30min) nach einem kleinen Heil-Bad in den Quellen lassen wir uns dort vom Bus abholen, laufen ans Meer (ca. 30min)... Die Wanderung gibt immer wieder einen pfantastischen Panoramablick über Landschaft und Küste frei, nicht spektakulär aber einfach schön und beeindruckend, ausserdem schafft es einen Überblick wo genau wir eigentlich sind und wie Landschaft im detail strukturiert ist.

Wir laufen nach Olympia

In der Tradition der alten Griechen erwandern wir Olympia, nicht in aufreibenden z.T. jahrelangen Abenteuern wie im antiken Hellas, sondern in einer kurzen, aber sehr eindrucksvollen Wanderung. Ganz besonders daran ist, wir müssen ja irgendwie über den Fluss (Alfios) kommen, also: übersetzen / durchschwimmen. Der Alphios führt das ganze Jahr über Wasser, richtg viel Wasser, ist also ein richtiger Fluss mit ordentlicher Strömung, hier latscht man nicht einfach durch.... Auf der anderen Seite angekommen, steigen wir das Bachbett des Kladeos entlang nach Olympia auf und kommen direkt "unter der Brücke" zwischen dem Museum und dem Freigelände an. Je nachdem ob wir direkt in Lalunda/Ouphria loslaufen, oder ob wir erst hinter Krestena starten, ist der Laufweg so etwa 6-8km. Reizvoll, vorbei an einem noch bewohnten Kloster, durch Olivenhaine, an der Kalelle von Makrissia vorbei steigen wir durch Wald/Buschwerk hinunter ins Alfios-Tal, durchwandern Orangenhaine und Gemüsefelder bis zum Flussbett, dann ist schwimmen angesagt. Ein kleines Schlauchboot bringt Schuhe und Wichtigkeiten trocken rüber, auf der anderen seite sind´s dann nur noch ein paar Meter, der Bus wartet dann in Olympia für die Rückreise.

Kaiafa, Schwefel- Quellen und See

Kaiafa, ein weithin bekanntes Heilbad für Hautprobleme und Knochenleiden (Rheuma). Seine heilende Wirkung entfaltet das Wasser wohl hauptsächlich wegen seines hohen Schwefelgehaltes, sehr eindrücklich riechbar! Ein Heilbad das von den griechischen Krankenkassen heute noch für Kurmassnahmen genutzt wird. Das heilende Wasser kommt mit ca. 33Grad Wärme aus dem Berg der "an der Quelle" eine Grotte bildet. Heute ist diese Grotte und die unmittelbare Umgebung als Heil- Badeanstalt genutzt und mit Mauer und Zaun umfriedet. Bewirtschaftet wird dieses Bad immer vormittags gegen Eintritt. Früher war ja manches besser, mindestens aber einfacher: die Grotte war frei zugänglich und wurde von uns, und vielen anderen, intensiv zum Bade- und Wellness- Vergnügen genutzt. Zahlreiche Bilder aus dieser Zeit zeugen von dem Spass den nicht nur Jugendliche mit starkriechendem Schwefelwasser und reinigender Fangopackung hatten. Wie sich "unser Heil-Bad" weiterentwickelt bleibt abzuwarten... Vielleicht gelingt uns eine Lösung die wieder eine direkte Nutzung öffnet. Derzeit eher schwierig.


Weiter hinten am Berg tritt ebenfalls eine Schwefelquelle in einer kleinen Grotte aus dem Felsen. Diese Grotte ist noch offen und frei zugänglich. Aber: erstens ist das Wasser nicht warm, zweitens hat diese Grotte eher den Charakter eines Bächleins, ist wenig tief und sehr schmal, so also nicht zum baden geeignet, und drittens ist baden sogar verboten weil diese Quelle als Trinkwasserquelle genutzt wird. Auch innerlich konsumiert soll dieses Wasser sehr heilsam sein.

Was bleibt, im Moment, ist die Erkenntnis, dass auf der anderen Seite des Berges ebenfalls schwefeliges Wasser aus dem Boden kommt, und zwar: wer hätte es gedacht direkt auf Lalunda! Im Vergleich zu Kaiafa ist unser Wasser nur sehr schwach schefelig, aber eindeutig aus derselben unterirdischen Quelle/ oder Reservoir. Hier bekommt also jeder sein Heilwasser ganz automatisch und kostenfrei.

Ladigo

Ein komplett verlassenes und sehr schnell verfallendes Dorf in unmittelbarer Umgebung. Ladigo gehört wie Krunoi zur Gemeinde Kalikomon. Ladiko und Krunoi zusammen haben das "Retortendorf" Kalikomo gebildet. Ladiko wurde umgesiedelt wegen Wassermangel, Krunoi wurde wegen Erdbebenzerstörung umgesiedelt.

dieses Dorf hat einmal tausend Menschen Heimat gegeben. Es gab eine Schule, erstes Bild, und einen Wasserturm. Wenn man diesen Wasserturm besteigt hat man vom Dach aus einen gigantischen Blick über die ganze Gegend, auf der einen Seite die Küste entlang, auf der anderen Seite in den Pelopones hinein über Alfios, Olympia in die hohen Berge... Beliebt ist Ladiko immer aus Ausflugsziel um zu malen/zeichen und für künstlerische Studien.

Die grossen Kultur- und Mysterienstätten

die zu beschreiben und zu bebildern masse ich mir nicht an. Lalunda und Ouphria liegt im Herzen des antiken Kulturzentrums, sozusagen inmitten des Pelopones. Fast alle Mysterienstätten sind in kurzen Wegen, oder zumindest im Tagesausflug erreichbar. In der Folge gebe ich also nur die Entfernung an und einige ausgesuchte links zu den einzelnen Kultstätten

  • Olympia
  • Apollo Epikourion
  • Elis / Ilida
  • Messini
  • Delphi
  • Epidavros
  • Mykene
  • Korinth
  • Athen
  • Theben / Thiva
  • Sparta
  • Argos

Weitere, empfehlenswerte Ausflüge

  • Mistras
  • Naphlio
  • Pilos
  • Kiparissia
  • Kalavrita